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Gezielte Pflege für die Pferdehaut

Hau(p)tsache gesund

Die Haut, das grösste Organ des Pferdes, ist so sensibel, dass sie jede Fliege registriert, die sich auf ihr niederlässt. Das macht sie empfänglich für Reiterhilfen und Streicheleinheiten, aber die Haut reagiert auch auf schädliche Einflüsse von aussen sehr empfindlich und ist anfällig für Irritationen, Juckreiz und Erkrankungen.

Die Haut ist das grösste Stoffwechsel- und Sinnesorgan des Pferdes. Je nach Grösse des Tieres bedeckt sie eine Fläche von fünf bis zehn Quadratmetern. Im Durchschnitt ist die Haut 3.8 mm dick und besteht aus drei Schichten.

Aussen ist die dünne Oberhaut oder Epidermis, die durch Zellalterung und Berührungen abgenutzt wird und sich ständig erneuern muss. Bei mangelhafter Ernährung des Pferdes, vor allem wenn die Vitamine A, D und Biotin fehlen, wird diese Erneuerung gestört, die Haut sieht rau und schuppig aus, Wunden heilen schlechter.

Unter der Epidermis liegt die Dermis oder Lederhaut, die aus Bindegewebe besteht und Nerven, Blutgefässe, Schweissund Talgdrüsen sowie die Haarfolikel, aus denen jeweils genau ein Fellhaar spriesst, enthält.

Die dritte und dickste Hautschicht ist die Unterhaut oder Subcutis, die vor allem aus Fettzellen besteht und auch als Formgeber, Stossdämpfer und Energiespeicher dient. Aber auch Hautmuskulatur, Bindegewebsfasern, Nervenbahnen und Blutgefässe sind in der Unterhaut zu finden. Die Muskulatur ist in der Lage, die Haut in Abschnitten zucken zu lassen, was deutlich zu beobachten ist, wenn eine Fliege auf dem Pferd sitzt. Zuvor haben die Nervenzellen, von denen es pro Quadratzentimeter Haut mehrere Hundert gibt, die Landung der feinen Insektenbeine registriert. Wie sich da ein Sporenstich oder Gertenhieb für das Pferd anfühlt, kann man sich denken.

Sensibles Gleichgewicht

Die Haut ist einer Vielzahl von Einflüssen von aussen und von innen ausgesetzt und leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen. Ist ihr natürlicher Säureschutzmantel erst einmal angegriffen, können sich Pilze und andere Krankheitserreger breit machen.

Hauterkrankungen sind in der Regel für das Pferd nicht lebensbedrohlich, aber sie beeinträchtigen sein Wohlbefinden, vor allem wenn sie mit starkem Juckreiz einhergehen. Da Hautprobleme meist gut sichtbar sind, sind sie auch für den Pferdebesitzer unangenehm, gerät er doch unter Verdacht, die Pflege seines Vierbeiners zu vernachlässigen. Bei Verkaufspferden mindert das ramponierte Äussere den Wert, gelten doch ein schönes, glänzendes Fell und üppiges Langhaar als Inbegriff von Vitalität und Gesundheit.

Hauterkrankungen können auch ein Anzeichen eines starken Wurmbefalls oder einer chronischen Organerkrankung sein, weshalb eine gründliche Abklärung durch den Tierarzt gefragt ist.

Pflege ja - aber nicht zu viel

Die meisten Pferdehalter schenken der täglichen Fellpflege zu Recht grosse Beachtung. Durch das gründliche Striegeln und Bürsten werden Schmutz, Staub, Schweissreste, abgestorbene Hautteilchen und lose Haare aus dem Fell entfernt, die Haut massiert und die Durchblutung gefördert. Zu intensives und gründliches Putzen hingegen kann der Haut und ihrer natürlichen, wasserabweisenden Schutzschicht schaden, das Gleiche gilt für häufiges Shampoonieren. Wenn das Pferd gewaschen werden soll, z.B. an heissen Sommertagen oder vor einem wichtigen Turnier, greift man am besten zu viel klarem, lauwarmem Wasser und einem Spezialshampoo wie dem beim Tierarzt erhältlichen Equimyl® Shampoo. Dieses reinigt schonend und pflegt die Haut mit natürlichen, rückfettenden Substanzen.

Vorsicht ist beim Einsatz von Glanz-, Fell- und Mähnensprays geboten. Manche Pferde vertragen die darin enthaltenen Wirkstoffe nicht und reagieren mit gereizter Haut und Juckreiz. Das Gleiche gilt für Waschmittel: Stalldecken, Schabracken usw. sollten zwar regelmässig gewaschen werden, um Krankheitserreger zu minimieren, nach dem normalen Waschgang aber unbedingt nochmals mit klarem Wasser gespült werden.

Auch in der Umwelt des Pferdes sind Auslöser für allergische Hautreaktionen versteckt: im Hallenboden, in Schutzmitteln für Weidezäune, im Kraftfutter und sogar im Heu. Erkennt und entfernt man den Allergieauslöser, normalisiert sich meistens auch das Hautbild wieder. Zur Unterstützung kann dem Pferd mit einer hautberuhigenden, juckreizstillenden Lotion wie z.B. Equimyl® Emulsion Linderung verschafft werden.

Gefürchtete Pilze und Insekten

Das Stallklima hat ebenfalls einen Einfluss auf die sensible Haut. Ist es feucht und vor allem in der kalten Jahreszeit zu warm, und werden die Pferde dann auch noch früh unter Decken gepackt, schafft man ideale Bedingungen für hartnäckige Pilzerkrankungen (Mykosen). Diese kommen häufig in grossen Ställen mit vielen Pferdewechseln vor. Da Pilzerkrankungen auch für den Menschen ansteckend sind, müssen sie unbedingt durch einen Tierarzt behandelt werden.

Häufiger als Pilze sind jedoch Hautprobleme, die durch Parasiten ausgelöst werden. Läuse, Milben, Haarlinge, aber auch die geflügelten Plagegeister wie Stechmücken, Kribbelmücken, Bremsen und Fliegen können Infektionen übertragen und auslösen. Bei einem äusserlichen Befall helfen desinfizierende Waschungen und eine hautberuhigende Lotion. Ebenso wichtig sind Präventivmassnahmen wie eine gute Stall- und Weidehygiene und ein Insektenschutz für Weidepferde. Einen sicheren Schutz vor stechenden, beissenden und lästigen Insekten für Pferd und Reiter bietet der EquiRepell® Spray, seine Wirkung hält bis 24 Stunden gegen Fliegen, Mücken und Bremsen, sowie 4 Stunden gegen Zecken. Im empfindlichen Kopfbereich sollte der Spray mit einem Lappen aufgetragen oder das Gel von EquiRepell® verwendet werden.

Helfen Sie Ihrem Tierarzt!

Schwere Haut- und Fellprobleme können Anzeichen für einen starken Parasitenbefall oder sogar eine innere Erkrankung sein und sollten daher vom Tierarzt abgeklärt werden. Sie können bei der Diagnose mithelfen, indem Sie Ihrem Tierarzt folgende Fragen beantworten:

  • Seit wann besteht die Haut-/Fellveränderung?
  • Wie und wo hat sie sich zum ersten Mal gezeigt?
  • Haben sich die Symptome seither verbessert oder verschlechtert?
  • Sind noch andere Pferde im Stall betroffen? Und teilen diese das Putz- oder Sattelzeug?
  • Wurde das Pferd bereits behandelt? Wenn ja, womit und mit welchem Erfolg?

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