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Die Verdauung beim Pferd

Ein sensibles System

Ob Freizeitpferd, Sportpartner oder Senior: Die Gesundheit eines Pferdes beginnt im Darm. Der Verdauungsapparat des Pferdes ist hoch spezialisiert und darauf ausgelegt, den ganzen Tag kleine Mengen faserreicher Nahrung aufzunehmen. Werden diese natürlichen Bedürfnisse nicht berücksichtigt, können Verdauungsprobleme bis hin zur lebensbedrohlichen Kolik die Folge sein.

Das Pferd ist von Natur aus ein Steppentier. In freier Wildbahn verbringt es bis zu 16 Stunden pro Tag mit der Nahrungssuche und nimmt dabei laufend kleine Mengen an Gras und anderen Pflanzen auf. Sein Verdauungssystem hat sich auf diese Form der Futteraufnahme spezialisiert.

Der Magen des Pferdes ist im Verhältnis zur Körpergrösse überraschend klein und fasst lediglich etwa 10 bis 15 Liter. Gleichzeitig produziert er kontinuierlich Magensäure, unabhängig davon, ob gerade gefressen wird oder nicht. Lange Fresspausen entsprechen deshalb nicht der natürlichen Lebensweise des Pferdes und können den empfindlichen Verdauungstrakt belasten.

Ein Darm von über 30 Metern Länge

Hat das Futter den Magen passiert, gelangt es in den Dünndarm, wo leicht verdauliche Nährstoffe aufgenommen werden. Anschliessend durchläuft es den Dickdarm. Dort leben Milliarden von Mikroorganismen, die Rohfasern aus Gras und Heu aufschliessen und daraus Energie gewinnen.

Mit einer Gesamtlänge von über 30 Metern ist der Darm des Pferdes ein beeindruckendes, aber auch störungsanfälliges System. Da einzelne Darmabschnitte beweglich in der Bauchhöhle aufgehängt sind, können sie sich verschieben oder verdrehen. Zudem gibt es mehrere natürliche Engstellen, an denen Verstopfungen entstehen können.

Eine weitere Besonderheit: Pferde können nicht erbrechen. Kommt es zu einer Überladung des Magens oder zu einem Verschluss im Darm, kann der Druck im Verdauungstrakt rasch lebensbedrohlich werden.

Verdauung aus dem Gleichgewicht

Zu den häufigsten Verdauungsproblemen beim Pferd gehören Magenprobleme, Durchfall, Verstopfungen und Koliken. Dabei spielen meist mehrere Faktoren zusammen: Fütterungsfehler, plötzliche Futterumstellungen, minderwertiges oder verschimmeltes Futter, Bewegungsmangel, Stress oder eine ungenügende Wasseraufnahme können die empfindliche Darmflora stören.

Besonders kritisch sind abrupte Veränderungen. Die Mikroorganismen im Blind- und Dickdarm benötigen Zeit, um sich auf neues Futter einzustellen. Erfolgt eine Umstellung zu schnell, kann dies zu Fehlgärungen, Gasbildung und Verdauungsstörungen führen. Auch Parasiten können die Darmgesundheit beeinträchtigen. Deshalb gehören regelmässige Kotuntersuchungen und ein durchdachtes Entwurmungsmanagement zu einer guten Gesundheitsvorsorge.
 

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Die Kolik – der häufigste Notfall

Unter dem Begriff Kolik werden Bauchschmerzen unterschiedlicher Ursache zusammengefasst. Sie reichen von harmlosen Darmkrämpfen bis hin zu schweren Darmverschlingungen, die eine sofortige Operation erforderlich machen können.

Typische Anzeichen sind Unruhe, Scharren, Schweifschlagen, häufiges Hinlegen und Aufstehen, das Umschauen nach dem Bauch, fehlender Appetit oder starkes Schwitzen. Da sich der Zustand eines Pferdes innerhalb kurzer Zeit verschlechtern kann, sollte bei Verdacht auf eine Kolik immer rasch ein Tierarzt verständigt werden.

Vorbeugen statt behandeln

Die beste Unterstützung für die Verdauung ist eine möglichst pferdegerechte Haltung. Hochwertiges Raufutter, regelmässige Fütterungszeiten, ausreichend frisches Wasser und tägliche Bewegung fördern eine gesunde Darmfunktion. Futterumstellungen sollten immer schrittweise erfolgen und Stress so weit wie möglich vermieden werden.

Zum Schutz des Magens und zur Unterstützung der Magenschleimhaut leistet ausserdem das Zusatzfuttermittel equiGAST auf mehreren Ebenen wertvolle Unterstützung: Natriumalginat und Calciumcarbonat bilden bei Kontakt mit der Magensäure einen schützenden Schaumfilm, während probiotische Inhaltsstoffe die Darmflora und die Verdauung unterstützen.

Je näher die Haltung den natürlichen Bedürfnissen des Pferdes kommt, desto besser kann sein Verdauungssystem funktionieren. Eine stabile Darmgesundheit trägt nicht nur zur Leistungsfähigkeit bei, sondern ist auch eine wichtige Voraussetzung für das Wohlbefinden und die langfristige Gesundheit des Pferdes.

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